Erste Hilfe zur Mitarbeitergewinnung

Die Erkenntnis aus vielen Jahren Social Media

Seit 2012 helfen mein Team und ich Unternehmen dabei, über Facebook und Co. neue Mitarbeiter zu finden. Was ich in dieser Zeit herausgefunden habe: Mitarbeitersuche ist nicht gleich Mitarbeitersuche. Für die einen sind die sozialen Netzwerke „einfach nur“ ein Ersatz für die Stellenanzeigen in Zeitungen. Weil die Zeitungen von immer weniger Menschen gelesen werden aber Facebook und Co. immer mehr Nutzer gewinnen, verlagert sich die herkömmliche Art und Weise ins Netz. Ich stelle Ihnen nun drei Möglichkeiten vor, wie Sie neue Mitarbeiter mit sozialen Netzwerken finden können und wie Sie Ihre Arbeitgebermarke langfristig aufbauen.

Facebook Jobs | der schnelle Weg, aber nicht der nachhaltigste

Facebook hat für die Jobsuche sogar eine neue Funktion geschaffen: Jobs. Ein Unternehmen kann eine klassische Stellenanzeige in Facebook veröffentlichen – mit einem Titelbild und Text. Auf diese Weise findet das Unternehmen XY neue Mitarbeiter – und zwar die, die gerade sowieso auf der Suche nach einem neuen Job sind und die sich „halt einfach mal schnell“ irgendwo bewerben wollen. 45% der Unternehmen die in Facebook aktiv sind sagen, dass sie auf diese Weise bereits mehrere Mitarbeiter finden konnten. In einer Studie fand Facebook heraus, dass 17 % der Nutzer schon mal in Facebook nach einem neuen Job gesucht haben. 

45% der Unternehmen in Facebook, haben bereits mehrere Stellen durch die Jobfunktion besetzt.

Das „soziale Bewerben“ über Mobilgeräte wird in Zukunft immer wichtiger werden – vor allem für „einfache“ Berufe. Doch es gibt Grenzen. Denn mit dieser Funktion lässt sich wenig bis gar nicht das eigene Employer Branding kommunizieren. Wer meine Workshops bereits besucht hat der weiß, dass ich das Recruiting in die alte und in die neue Welt aufteile. In der alten Welt galt das „Post and Pray Prinzip“: Unternehmen schalten Stellenanzeigen (Post) und hoffen (Pray), dass die richtigen Leute diese sehen und sich bewerben. Die neue Welt (Beziehungsmanagement) funktioniert ein bisschen anders. Unternehmen die Social Media Recruiting verstanden haben, bauen eine Beziehung zu ihrer Zielgruppe auf und sind auch in den Köpfen der Bewerber, die sich erst später (in ein, zwei Jahren) bewerben möchten.  Aber im Recruiting-Mix gehört die Job-Funktion von Facebook auf jedenfall dazu.

Recruitingfilme

Die Menschen mögen Videos. Bewegtbilder haben eine 135%  höhere organische Reichweite, da Videos mehr mit Freunden geteilt werden als anderer Content. Weltweit wächst der Videokonsum pro Jahr um 75%. Und noch eine Zahl: man schätzt das eine Minute Video-Content ca. 1,8 Millonen Wörtern entsprechen. Und weil die Menschen Videos mögen, mögen Facebook und Instagram auch Videos und belohnen diesen Content mit mehr organischer (also  nicht bezahlter Reichweite).

Weltweit wächst der Videokonsum pro Jahr um 75%.

Klar ist auch, dass Videos anstelle von langweiligen Stellenanzeigen die Nase vorn haben. Zum einen sind sie wie ein Filter: jemand der den Film angeschaut hat, weiß was ihn erwartet. Zum anderen sind Videos überall  einsetzbar – in Facebook, Instagram, YouTube (machen Sie aber nie den Fehler, einen YouTube-Link in Facebook zu veröffentlichen. Ihre Reichweite wird sehr darunter leiden) und auf der eigenen Webseite. Achten Sie auch darauf, dass Ihr Film Untertitel hat, denn 90% der Filme in Social Media werden ohne Ton angeschaut.

Unserer Erfahrung nach kommen Mitarbeiter als Unternehmensbotschafter in Videos sehr gut an. Lassen Sie Ihre eigenen Leute über ihren Beruf sprechen und das Unternehmen vorstellen. Bewerben Sie Ihren Film und spielen Sie ihn dadurch auch den Menschen vor, die Ihren Social Media Accounts noch nicht folgen.

Social Media Management

Eigentlich ist die Rechnung ganz einfach: allein in Facebook sind mehr als 32 Millionen Deutsche aktiv. Hinzu kommen noch ca. 17 Millionen in Instagram und 42 Millionen in WhatsApp (auch wenn WhatsApp kein soziales Netzwerk im eigentlich Sinn ist, da es keine öffentlichen Profile gibt). Es liegt daher auf der Hand, dass Unternehmen in Social Media aktiv sein müssen – sei es für die Mitarbeitergewinnung, oder wenn es um das direkte oder indirekte Verkaufen von Produkten geht. Überlassen Sie Ihren Auftritt in Social Media nicht irgendwelchen Jobportalen oder Zeitungen bei denen Sie sich einkaufen, sondern seien Sie selbst aktiv und veröffentlichen Sie Content, der Sie als Arbeitgeber vorstellt. 

Doch Ihre Ziele müssen eingebettet werden in einen schönen Redaktionsplan, der vor alle aus einem besteht: Storytelling. Wenn Sie Mitarbeiter suchen dann kann Ihnen die oben beschriebene Facebook-Job-Funktion helfen und auch Videos sind eine sehr zu empfehlende Möglichkeit – doch beide Dinge sind nur Teil des Gesamtauftritt des Unternehmens. Und dieser Gesamtauftritt sollte aus diesen Zutaten bestehen:

32 Millionen Facebook-Nutzer.

+ Guter Content (Fotos, Videos), der mindestens zwei Mal pro Woche veröffentlicht wird. Nutzen Sie das Storytelling und stellen Sie sich als Arbeitgeber vor, wenn Sie Mitarbeiter suchen. Aber selbst wenn Sie Social Media eher dafür nutzen wollen Produkte zu vertreiben, ist guter Content das A und O. Was guten Content konkret ausmacht, das zeige ich Ihnen in einem anderen Blogbeitrag. 

+ Werbeanzeigen. Sehr wichtig! Denn guter Content der nicht gesehen wird, ist kein guter Content. Investieren Sie mindestens 100 bis 500 Euro monatlich in Werbeanzeigen. 

+ Community-Aufbau. Sie haben es langfristig leichter, wenn Sie Ihre Zielgruppe nicht nur als stumme Empfänger Ihrer Botschaften machen, sondern sie aktiv an allem beteiligen. Stellen Sie Fragen. Reden Sie mit ihr. Werden Sie Teil ihres Social-Media-Lebens. 

Facebook Jobs

Videos

Social Media Content

Aber wer bitte soll das alles machen?

Eine gute Professorin an der Hochschule an der ich studiert habe sagte einmal: Konzentrieren Sie sich auf Ihr Kerngeschäft und lagern Sie alles andere aus. Wenn Sie selbst also keine Kompetenz in Sachen Social Media haben, dann suchen Sie jemanden der sie hat, statt sie sich selbst anzueignen (was viel Zeit kostet). Gerne unterstützen wir Sie. Schreiben Sie uns doch einfach. 

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